Julie London, geborene Julie Peck, (* 26. September 1926 in Santa Rosa, Kalifornien; † 18. Oktober 2000 in Encino, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin. Ihr bekanntester Hit war
Cry me a river aus dem Jahr 1957.
Julie London war die Tochter eines Vaudeville-Tanz- und Gesangspaars (Jack und Josephine Peck). 1940 zog die Familie nach Los Angeles, wo sie 1945 die Hollywood Professional School absolvierte, vorher aber schon als Sängerin (mit dem Matty Matneck Orchester) und in Filmen auftrat. Während des Zweiten Weltkriegs war sie ein beliebtes Pin-up-Girl.
Von Juli 1947 bis November 1953 war sie mit dem Schauspieler Jack Webb verheiratet, mit dem sie eine Vorliebe für Jazzmusik teilte und zwei Töchter hatte. Ab 1959 war sie mit dem Jazzkomponisten, Songwriter (u.a.
Route 66) und Jazzpianisten
Bobby Troup (1918-1999) verheiratet, mit dem sie bis zu dessen Tod im Februar 1999 verheiratet blieb. Mit ihm hatte sie eine Tochter und zwei Zwillingssöhne.
Als Sängerin nahm sie 32 Alben auf, zuerst 1955
Julie is her name. Mit ihrer rauchigen, nicht sehr tragenden, aber intimen Stimme war sie in den 1950er Jahren eine der populärsten Sängerinnen (1955, 1956, 1957 von Billboard Magazine in dieser Kategorie an die Spitze gewählt). Sie hatte mit
Cry Me a River (geschrieben von ihrem High School-Klassenkameraden Arthur Hamilton) im April 1957 einen Millionenhit. Zuvor hatte sie den Titel schon 1956 in dem Film
The Girl Can’t Help It (Regie Frank Tashlin, mit Jayne Mansfield) gesungen, in dem sie sich selbst spielte. Weitere Hits hatte sie mit
Makin Whoopie, Blue Moon und
It had to be you. Sie nahm bis in die 1970er Jahre auf, ihre letzte Aufnahme war
My Funny Valentine 1981 für den Burt Reynolds-Film
Sharkys Machine. Der 1953 veröffentlichte Julie-Song
Vaya Con Dios fungierte als Namensspender für die belgische Band
Vaya Con Dios.
Als Schauspielerin spielte sie in über 20 Spielfilmen, u.a.
Task Force (Sturm über dem Pazifik, 1949) mit Gary Cooper und
Man of the West (Der Mann aus dem Westen), wieder mit Gary Cooper (Regie Anthony Mann) 1958. Außerdem spielte sie in vielen Fernsehfilmen, zum Beispiel 1972 bis 1979 in der von ihrem Ex-Mann Jack Webb produzierten Krankenhaus-Serie
Emergency! (Notruf California) als Krankenschwester Dixie McCall (ihr Mann Bobby Troup spielte dort ebenfalls mit, als Dr. Joe Early). 1974 wurde sie für ihre Rolle in der Serie für den Golden Globe nominiert.
Sie hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Julie London erholte sich nie ganz von einem 1995 erlittenen Schlaganfall und liegt auf dem Forest Lawn Hollywood Hills Cemetery in Los Angeles begraben.